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IKONOGRAFIE "MADE IN GERMANY"

DESIGN-IKONEN

An wegweisendem Design aus Deutschland herrscht kein Mangel. Im Gegenteil. Vergangene Traditionen wie das Bauhaus werden in die Gegenwart überführt, und jüngere Designer tragen ihren Teil zur modernen Möbelgestaltung bei. Motto: Vielfalt statt Einfalt. Unsere Liste zeigt eine kleine Auswahl älterer und neuerer Designer und Entwürfe, die allesamt stilprägend waren oder sind und dem Design „Made in Germany“ zu seinem hervorragenden Ruf verholfen haben.




Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969) ist der Grandseigneur des Funktionalismus. Seine Bauten aus Stahl und Glas – etwa das Seagram Building in New York oder die Berliner Nationalgalerie – sind Wegmarken moderner Architektur. Van der Rohes legendäre Möbelentwürfe entstanden als „Nebenprodukt“ seiner Bauaufträge.





Wilhelm Wagenfeld (1900-1990) zählt zu den Pionieren des Industriedesigns. Der spätere Bauhausschüler absolvierte zunächst eine Lehre im Zeichenbüro der Bremer Silberwarenfabrik Koch & Bergfeld und besuchte zwischen 1919 und 1922 die Zeichenakademie in Hanau. Für Wagenfeld stand nie „seine“ Entwurfsidee, sondern der Nutzen für den Käufer im Mittelpunkt. Seine überaus langlebigen Produkte sind zu Design-Klassikern avanciert.





Marcel Breuer (1902-1981), Architekt und Designer, absolvierte eine Tischlerlehre am Bauhaus Weimar und arbeitete für Walter Gropius, bevor er sich selbstständig machte. Seine Stahlrohrmöbel und seine funktionalistischen architektonischen Arbeiten machen ihn zu einem der bedeutendsten Gestalter der Moderne.





Egon Eiermann (1904-1970) gilt als wichtiger Architekt der bundesdeutschen Nachkriegsmoderne – vor allem durch den Neubau der Berliner Gedächtniskirche und das Bonner Abgeordnetenhochhaus („Langer Eugen“). In diesem Kontext sind auch viele seiner Möbelentwürfe aus Sperrholz und Korbgeflecht.





Dieter Rams (*1932) studierte Architektur und Innenarchitektur an der Werkkunstschule Wiesbaden. Von 1961 bis 1991 ist er Chefdesigner bei Braun und entwirft zahlreiche Elektrogeräte, die heute zu Klassikern geworden sind. Rams revolutionierte das deutsche Produktdesign. Durch seine Arbeiten, Lehraufträge und durch seine „Zehn Regeln für gutes Design“ ist sein Einfluss bis heute ungebrochen.





Richard Sapper (*1932) studierte Philosophie, Grafik, Ingenieurwesen und Volkswirtschaft und ging 1958 nach Italien, wo er die Designszene 40 Jahre lang prägte. Sein Œuvre reicht von Möbeln über Unterhaltungselektronik bis zu Haushaltsgeräten. Neben verschiedenen Lehrtätigkeiten ist Sapper seit 2001 Mitglied der Akademie der Künste.





Axel Kufus (*1958) fertigte in den 1980er-Jahren experimentelle Objektcollagen und galt deshalb lange Zeit als „Enfant Terrible“ der deutschen Designszene. Der Schreiner mit Meisterbrief und studierte Designer ist heute Professor an der Universität der Künste Berlin und lehrt „Entwerfen und Entwickeln im Design“.





Konstantin Grcic (*1965) studierte Industriedesign am Londoner Royal College of Art und arbeitete für Jasper Morisson. 1991 gründete er sein Büro in einem Hinterhof in München, das bis heute zugleich Atelier und Werkstatt ist. Sein Credo: einfach, wesentlich, eigensinnig. Dessen Umsetzung in Produkte macht ihn zu einem der einflussreichsten zeitgenössischen Designer aus Deutschland.





Markus Jehs (*1965) und Jürgen Laub (*1964) lernten sich bei der Aufnahmeprüfung der Hochschule Schwäbisch Gmünd für den Studiengang Industriedesign kennen. Nach bestandenem Diplom gründeten sie 1994 ihr eigenes Studio in Stuttgart und entwerfen seither unter dem Namen Jehs + Laub u.a. Leuchten und Möbel für verschiedene Hersteller. Ihre Entwürfe zeichnen sich durch Funktionalität, Klarheit und fantasievollen Materialeinsatz aus.





Stefan Diez (*1971), der Senkrechtstarter der deutschen Designszene, studierte Industriedesign an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Zwischen 1996 und 2002 war er zunächst Assistent von Richard Sapper, später von Konstantin Grcic, bevor er 2003 sein eigenes Büro eröffnete. Zahlreiche Preise und Ausstellungen begründeten sein internationales Renommee.
Geschrieben von Konrad Trautmann am .
Veröffentlicht in Stil.

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